Juwelier Techel, Darmstadt


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Uhr des Monats (September 2008)

IWC – Portugieser Handaufzug

Die Portugieser von 1939 ist eine echte Uhrenlegende. Und stilistisch so etwas wie die grösstmögliche Annäherung an das vollkommene Ideal eines guten Uhrendesigns. Sie hat als erste «Armbandtaschenuhr» das heute sehr weit verbreitete Grossformat am Handgelenk etabliert. Und auch das Tabu, ein ausgewachsenes Taschenuhrwerk am Arm zu tragen, ist von ihr zum ersten Mal durchbrochen worden. Mit Erfolg, und übrigens bei IWC bis heute. Sie hat damit eine völlig neue Uhrenklasse etabliert.

Dass die Portugieseruhr als Begründerin einer grossartigen IWC-Uhrenfamilie zu den wichtigen Zeugen der stolzen Firmengeschichte gehört, steht somit ausser Frage. Sie trägt ihren Namen deshalb, weil sie Ende der Dreissigerjahre des vergangenen Jahrhunderts von zwei portugiesischen Kaufleuten genau so angefordert wurde. Sie wünschten eine Uhr von höchster Präzision,die an ihre stolze Tradition als Seefahrernation anknüpfen würde. Die «Portugieser», wie sie erst Jahre später genannt wurde, war von Anfang an mit allen ihren Features als inoffizielle Beobachtungsuhr und damit als Navigationsinstrument angelegt.

Für die Portugieser Handaufzug wurde unter den zahlreichen für die Ur-Portugieser verwendeten Zifferblättern das optisch sicher interessanteste gewählt, das bei Portugieseruhren der neueren Zeit noch nie verwendet wurde: Arabische Zahlen und Strichindizes wechseln sich ab, der eigentliche Messbereich wird zum Zifferblatt-Zentrum hin durch einen weiteren Kreis abgetrennt, die Minuterie ist in der damals sehr beliebten Form «chemin de fer» – Eisenbahnschienen – ausgeführt. Die gleichen grafischen Elemente tauchen auch im Kreis der Sekundenanzeige auf. Die Gehäuseform (44mm) mit der gekehlten Lünette und den leicht heruntergezogenen Bandanstössen entspricht dem Original.

Anders als dieses – und auch das Jubiläumsmodell von 1993 – hat die neue Vintage- Portugieser über dem Zifferblatt ein entspiegeltes Saphirtopfglas. Angetrieben wird sie vom Cal. 98295, das fast identisch mit dem Uhrwerk der Vintage-Fliegeruhr ist: Handaufzug, Unruhfrequenz von 2,5 Hz, grosse Schraubenunruh, Breguetspirale, Dreiviertelplatine aus vernickeltem Neusilber, perlierte und mit Genfer Streifen dekorierte Brücken. Auch hier verweist der überlange Rückerzeiger, der sogenannte «Jones-Pfeil», der vom Unruhkolben auf die Platine herüberreicht, auf den Firmengründer Florentine Ariosto Jones, der vor 140Jahren die Manufaktur am Rhein gegründet und zum Laufen gebracht hat.

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